Fernsehphänomen Bob Ross
Die Sendung "The Joy of Painting" läuft seit Herbst 2001 bei BR-alpha, dem Bildungskanal des Bayerischen Fernsehen. Landet man zufällig auf seiner Reise durch die zahlreichen TV-Kanäle in einer seiner Sendungen, bleibt man gerne hängen.
Der amerikanische Fernsehmaler, mit Afro-Look Frisur malt Landschaften. Landschaften, in denen die Welt bunt und vor allem noch in Ordnung ist. Mit sanfter Stimme erzählt er von "fröhlichen Wölkchen" und "lustigen Bäumchen", die nie alleine leben, sondern immer "Freunde" ("Everybody need a friend") um sich haben.
Bob Ross wurde im Oktober 1942 als Sohn eines Zimmermanns in New Smyrna Beach (Florida) geboren. Nach zwei Jahrzehnten Dienst, verließ er 1981 die Air Force. Von einem der Vorreiter der Nass-in-Nass Maltechnik, Bill Alexander (Autor von "The Magic of Oilpainting"), erlernte er diese Technik und entwickelte sie weiter. Unter Verwendung weniger Farben und Hilfsmittel stellte er stimmungsvolle Landschaftsbilder her.
"Jeder kann malen" - mit dieser These begann Ross 1981 durch die USA zu ziehen um die Nass-in-Nass Maltechnik vorzustellen. Bereits zwei Jahre später produzierte der Maler seine ersten Sendungen fürs Fernsehen. Seine unterhaltsame Unterrichtsmethode, das spartanisch anmutende Filmset, das nur aus ihm, der Staffelei und einem schwarzen Raum bestand, liessen nicht nur unzählige Menschen ihre Kreativität entdecken sondern bescherten auch seinen Partnern, der Familie Kowalski, Ruhm und Reichtum. Die Fernsehmalkurse wurden zu einem gigantischen Unternehmen, das die Nachwuchsmaler mit dem nötigen Werkzeug, Farben, Büchern und Videos ausstattet. Der Name Bob Ross wurde zum Markenzeichen und Weltweit vermarktet. Bob Ross verstarb 1995 in Florida an Krebs. Er wurde nur 52 Jahre alt.



